Die Hühner sind los.

Wer sich immer noch über das Gegacker der Kardashians aufregt, der hat noch keinen Geburtstag mit früh-früh-pubertierenden Mädchen erlebt, die kurz vor dem zweistelligen Geburtstag stehen. Erst steckt jede ihr Revier mit großem Selbstdarstellungsdrang ab, dann geht es darum, es auch lautstark zu verteidigen. Denn nur wer auch gehört wird, ist wichtig. Allen voran: Meine Tochter Ailiyah. Selbstsicher gibt sie wie so oft den Ton an und kristallisiert sich zur Leithenne heraus. Was natürlich zwangsläufig zum ersten Drama und dann zum Aufeinander-Herumgepicke führt. Mit anderen Worten: Die Leithenne und ihre Hühner zickten sich leidenschaftlich an, die ersten Tränen kullerten, das Drama nahm seinen Lauf. Die Mama, betont gelassen und zwischen den einzelnen Hühnern stets geduldig vermittelnd, versuchte der Situation die Schärfe und vor allem die Lautstärke zu nehmen. Die Lässigkeit ließ sich leider nicht allzu lange aufrechterhalten und schwand am Ende zugunsten eines konsequenzdrohenden Maßnahmenpakets und vor allem einer Hoffnung: Die in den kommenden Jahren anstehenden Kindergeburtstage meines Sohnes erinnern hoffentlich weniger an die Kardashians und dafür mehr an Star Trek. Und wenn es nur darum geht, dass die Mama sich jederzeit wegbeamen kann.